Ein wichtiges Thema für den KAV



Stellungnahme Gesamtsituation Rudower See

Der KAV Perleberg hat sich ausführlich mit den Inhalten des 1. Runden Tisches zum Rudower See / Rambower Moor und allen Durchgeführten Nachfolgeaktivitäten beschäftigt. Im Endergebnis kommen wir zu folgender Ansicht: Das Ansinnen des Naturschutzes das Rambower Moor weiter zu vernässen und damit wieder zu beleben ist aus umweltpolitischer Sich nachvollziehbar. Es bleibt aber festzustellen, dass eine Sanierung des Moores in jedem Fall von Maßnahmen zum Schutz des Rudower See begleitet sein muss. Gerade in der Zeit der Vernässung, die zwischen 15 bis 20 Jahren betragen kann, ist mit anhaltend gleichen bzw. höheren Nährstoffeinträgen aus dem Moor in den See zu rechnen. Der wiederum signalisiert uns schon seit Jahren, dass er an seine Belastungsgrenze in Bezug auf seine Aufnahmefähigkeit (Fischsterben, Algenblüte, Badeverbot) angekommen ist. Es gilt also eine Lösung zur Reinigung des Nausdorfer Kanal, als Nährstofftransporteur, zu finden. Ohne eine solche Lösung darf es keine Vernässung des Moores geben. Wer diesen Grundsatz missachtet nimmt den biologischen Tod des Rudower See billigend in Kauf. Rambower Moor und Rudower See sind zwei Teile eines naturschutzfachlichen Ganzen. Es wäre grob fahrlässig an einem Teil (Rambower Moor) Veränderungen vorzunehmen und die daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf den anderen Teil (Rudower See) als notwendiges Übel einzustufen. Eine am 05.04.2017 stattgefundene Beratung mit von dieser Problematik Betroffenen erbrachte insbesondere zur Lösung des Kernproblems "Technische Lösungsvorschläge zur Reinigung des Nausdorfer Kanal" keine konstruktiven Vorschläge. Lau Landesumweltamt gäbe es kaum technische Möglichkeiten und die, die es gäbe, seien zu teuer. Der KAV Perleberg wird sich weiter in diese Problematik einbringen und weiter darüber berichten.


Aufruf an alle Verbandsmitglieder zum gewässerfreundlichen Anfüttern im Rudower See

Der Rudower See ist eines der beliebtesten Angelgewässer im Landkreis Prignitz, weil man an seinen Ufern Ruhe und Erholung finden kann und sich in seinem Wasser eine ökologisch ausgewogene Fischartenzusammensetzung herausgebildet hat. Aber der See ist auf Grund zu hoher Nährstoffeinträge aus dem Rambower Moor ökologisch "krank". Folgeerscheinungen sind mit zunehmender Tendenz Fischsterben und übermäßige Algenblüte. Obwohl durch neueste wissenschaftliche Studien festgestellt wurde, dass Anfüttern in gesunden Gewässern nicht zur Beeiträchtigung der Wasserqualität führt, möchte der KAV Perleberg seine Mitglieder im Falle des Rudower See zu einem verantwortungsvollen Einsatz von Futtermitteln, nach dem Motto "Weniger ist in ökologischer Hinsicht mehr", aufrufen.